Höhen und Tiefen am Nürburgring
Am Wochenende standen, nach der langen Sommerpause des ADAC GT Masters, die beiden nächsten Wertungsläufe auf der Kurzanbindung des Nürburgrings statt.
Bei warmen und trockenen Bedinigungen konnten Kechele und Schwager im Ford GT bereits in den beiden Trainingssitzungen überzeugen. In der Quali gelang es jedoch nicht den Vorteil des neuen Reifens umzusetzen. So ging es für Frank vom 9. und für Schwager vom 16. Startplatz ins Rennen. Nachdem man nach dem enttäuschenden Quali alle Daten sorgfältig analysiert hatte, nahm man Änderungen am Setup für das Rennen vor.

Frank fuhr den ersten Lauf am Samstag von Position 9 ins Rennen und konnte gleich Platz um Platz erkämpfen. Nach fehlerfreier Fahrt übergab Kechele den Ford knapp vor Schließen des Boxenstoppfensters an Position 1 liegend an Teamkollegen Schwager. Dieser kam nach dem Fahrerwechsel auch als Führender wieder zurück auf die Strecke. Doch bereits in seiner zweiten Runde kam es zu einer Berührung mit dem zweitplatzierten SLS, der den Ford umdrehte. Zu allem Überfluss erlitt Schwager in der gleichen Runde einen schleichenden Plattfuß vorne links, der ihn zwang den Ford erneut zur Box zu pilotieren. Nach deutlichem Zeitverlust durch den zusätzlichen Stopp ging es zurück auf die Strecke, wobei der Wagen nach einer halben Runde mit Kupplungsdefekt abgestellt werden musste. Ein enttäuschendes Ergebnis, wenn man bedenkt wie sich Kechele von der 9. Position und mit perfekter Strategie auf Position 1 gekämpft hatte. Immerhin hat man die Probleme aus dem Quali gelöst und die Stärke von Fahrzeug, Team und Fahrern unter Beweis gestellt.

Für den Sonntag blickte man also erneut optimistisch in das Rennen. Schwager ging aus dem Mittelfeld von Position 16 ins Rennen. Fehlerfrei kam er durch die ersten Runden und konnte einige Plätze gutmachen. Eine Safetycarphase schob das ganze Feld wieder zusammen und es kam kurz vor dem Öffnen des Boxenstoppfensters zum Restart.Da Schwager hinter einem Kontrohenten festhing, übergab er früh an Kechele, der von freier Fahrt profitieren konnte und mit sauberen Rundenzeiten den Vorsprung zur Spitze immer weiter verkleinern konnte. Nach schönen Überholmanövern lag Frank schließlich auf dem 4. Platz. Vor ihm eine hubraumstarke Corvette. An dieser biss er sich Runden lang die Zähne aus. Bis diese auf ein weiteres Fahrzeug auflief. Kechele setzte sich daneben und fuhr abseits der Ideallinie parallel zur Corvette aus der Kurve. Leider reichte der Grip nicht ganz aus und Frank konnte den Dreher nicht mehr vermeiden. Kechele sagte nach dem Rennen: "Das Auto war gut, aber eine Corvette kann man fast nicht überholen, wenn der Fahrer keinen Fehler macht. Ich habe in der vorletzten Runde meine Chance gesehen, die Corvette von Alessi zu überholen, und habe mich daneben gesetzt. Doch es war ein bisschen zu wenig Grip auf der Strecke und ich habe mich gedreht. Es hat halt nicht geklappt, aber wir sind immerhin noch Sechste von Startplatz 16 geworden. Für uns ist die Meisterschaft mittlerweile gelaufen und in dieser Situation muss man um Podiumsplätze kämpfen, wenn sie sich anbieten. Die Chance war da, leider hat es nicht ganz geklappt."
Mit dem sechsten Rang nahm das Duo 8 Meisterschaftszähler mit, wobei sie nach der tollen Vorstellung am ganzen Wochenende deutlich mehr verdient hätten.

Bereits am nächsten Wochenende geht es schon am Red Bull Ring weiter. Hoffentlich wird hier die tolle Arbeit von Team und Fahrern nochmal mit etwas mehr Glück belohnt.

geschrieben von Sebastian Schlitter, am 05.08.2013
Nürburgring 02.-04.08.2013



Free Practice 1: P5
Free Practice 2: P2
Quali 1: P9 (Kechele)
Quali 2: P16 (Schwager)
Race 1: -
Race 2: P6

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